In der Enzyklopädie des italienischen Unternehmers und Mäzens Giovanni Treccani heißt es: „Der englische Begriff Design bezieht sich auf den Entwurfsprozess eines beliebigen Gegenstands: eines Möbels, eines Geräts, einer Kaffeemaschine oder einer Küche. Der Designer, in diesem Fall oft ein Architekt, ist in der Tat die Person, die sich mit der Planung der Schaffung eines Raumes befasst, indem er ihn sorgfältig anhand von Zeichnungen auf Papier oder am Computer studiert, Simulationen durchführt und die Materialien, die Effizienz und die Zweckmäßigkeit, aber auch die Schönheit der Formen analysiert (…)“.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der Designbegriff zu dem entwickelt, was wir heute kennen. Die große Transformation betrifft genau dieses angenommene Kriterium: Alle Objekte, vom Glas bis zum Gebäude, erfordern den gleichen Designansatz. Ein solches, modernes Designkonzept vereint auch verschiedene Produktionsmodelle, die zwar immer noch mit höchster Handwerkskunst verbunden sind, aber im Zeitalter der Globalisierung den Beginn einer Transformation darstellen. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist die Wiener Werkstätte, die von einem Architekten (Josef Hoffmann), einem Zeichner und Maler (Koloman Moser) und einem Industriellen und Kunstsammler (François Pinault) gegründet wurde und eines der ersten Beispiele für die Verbindung von Handwerk und Wirtschaft darstellt.
Vom Futurismus eines Umberto Boccioni oder Giacomo Balla, der keine Grenzen zwischen Anzug und Kleiderbügel kannte, über die berühmte Bauhaus-Schule, in der die Lehre einen transversalen Charakter zwischen allen Künsten hatte, über den Rationalismus, der sich daraus entwickelte, bis hin zu Strömungen wie Colani oder Memphis, die sich gegen die Materialität wandten, setzt sich das Konzept des Designs als demokratische Methode zwischen mehreren Objekten und Elementen immer mehr durch, unabhängig von der formalen Form, die es annimmt. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich der Designbegriff zu dem entwickelt, was wir heute kennen. Die große Transformation betrifft genau dieses angenommene Kriterium: Alle Objekte, vom Korpus in Holz über die Arbeitsplatte aus Naturstein bis zum Gebäude, erfordern den gleichen Designansatz.
Design wird heute auf mehrere Elemente ausgedehnt: Nicht nur Objekte, sondern auch Lebensräume werden einbezogen. Kollektionen (z.B. auch Küchenräume), die von konkreten Ideen ausgehen und die Gedanken von Architekten, Designern und Künstlern zum Ausdruck bringen, sind davon beeinflusst.




